Daniel Cohn-Bendit
MdEP für die GRÜNEN
 

Demokratie in Europa -
youthful romanticism


No Power to the People

unter dieser Überschrift findet man in Newsweek die folgende Einschätzung:

Proposals for „democratizing“ Brussels are off the agenda. Referendums are shunned.

One prominent German supporter of a democratic EU confessed:

 “Of course it will never happen. The governments don’t want
it”.
Euro-M.P. Daniel Cohn-Bendit is a lonely voice in the wilderness, and knows it.

“We need a public debate, we need a convention, we need a vote”, he says,
admitting his own view is “youthful romanticism”.

 

Quelle:

Newsweek, February 5, 2007
Ausschnitt aus dem Artikel von Andrew Moravcsik:
No Power to the People
 

 

Wertung von MacroAnalyst: 


Daniel Cohn-Bendit ist eine der wichtigsten Stimmen der GRÜNEN in der Europapolitik.

Auch die oben auf dieser Website zitierte Entschließung des Vorstandes zum Kölner Parteitag,
Dezember 2006, versteht man dann besser, wenn man die Newsweek- Passage liest.

Vordergründig ein Bekenntnis zu einem  demokratischen Europa.

Professionell jedoch eine klare Absage, versteckt hinter der Unterlegung,
was  „Regierungen“ nicht wollen. Ein Politiker, von dem man entschiedene Beiträge
immer dann gewohnt ist, wenn er von einer Idee überzeugt ist und sie durchsetzen will,
demontiert hier im zweiten Satz das Bekenntnis aus dem vorangegangenen.

Unter professionellen Gesichtspunkten: Ziemlich durchsichtig.

Die Bürgerinnen wollen von einem Volksvertreter nicht hören, was "die Regierungen", was andere nicht wollen.
Die Bürger wollen von Daniel Cohn-Bendit hören, wofür er einsteht:
Für oder gegen die Demokratie?
Artikel 20 GG - nur noch youthful romanticism?
 

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