Wachstumsfaktor 2:                                                                                                                
Inflation begünstigt den Finanzsektor 
               
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In Bezug auf die makroökonomische Entwicklung haben wir also erstens gesehen, dass die Ordnungspolitik eine Neuordnung der Finanzmärkte sichergestellt hat, die die strategische Entfaltung des Finanzkapitals begünstigte.

Untersuchen wir nun zweitens die Veränderungen der Geldpolitik, die das monetäre Wachstumstempo des Finanzkapitals stimuliert haben.
 

Ausgangspunkt für die Beantwortung der Frage nach dem Wachstum des Finanzsektors ist die triviale Feststellung, dass es sich beim Wirtschaftsprozesses um eine Geldwirtschaft handelt. Wirtschaftssubjekte verwenden Geld, um ihre Entscheidungen über Investitionen und Handel, über Staatsausgabenfinanzierung und Konsum zu realisieren. Hier geht es um zwei Fragen:

1.   Wie entwickelt sich das Geldvolumen? Wer sind die Akteure?
2.   Welche Rolle kommt der Geldpolitik zu?

1.   Geldmenge und Geldschöpfung

Unter Geldmenge versteht man den gesamten Bestand an Geld, der sich außerhalb des Bankensystems befindet, also bei Unternehmen, bei staatlichen Stellen, in privaten Haushalten.

Im Alltag wird nun auf ganz unterschiedliche Guthaben zurückgegriffen, wenn Zahlungsvorgänge erledigt werden sollen. Deswegen ist die Geldmenge nicht präzise zu definieren. Wegen dieser Unschärfe haben sich die verantwortlichen Akteure darauf geeinigt, die Geldmenge pragmatisch abzugrenzen.

 
Wichtige Akteure im Geldsystem: Die Banken

 

(1) ESZB Europäisches System der Zentralbanken
dazu gehört die Europäische Zentralbank EZB
plus die nationalen Zentralbanken aller Mitgliedsländer der EU

(2) Das EUROSYSTEM (früher Euro-Land oder Euro-Zone)
dazu gehört die EZB
plus die nationalen Zentralbanken der 12 Länder, die den EURO eingeführt haben, also auch die Deutsche Bundesbank

(3) Das deutsche Bankensystem
ist integraler Bestandteil des europäischen Systems

 

Quelle:  MacroAnalyst
 

Ausgangspunkt ist die Tauschmittelfunktion des Geldes. Je bereitwilliger Aktivposten als Zahlungsmittel akzeptiert werden, um so offensichtlicher ist, dass es sich um Geld handelt.

Aus diesem Grund rechnet das EUROSYSTEM folgende Posten zur Geldmenge:

Bargeld:              Das flüssigste Geld, da es sogar Zahlungsmittel von Gesetz wegen ist;
Sichtguthaben:    Hinzu kommen die täglich fälligen Einlagen bei den Banken, die ebenfalls schnell für Zahlungsvorgänge zu mobilisieren sind.
Spareinlagen:      Hinzu kommen des weiteren alle Spareinlagen (Kündigungsfrist bis zu drei Monaten).
Terminguthaben: Hinzu kommen desweiteren aber auch alle Termingelder, die für maximal zwei Jahre bei einer Bank festgelegt worden sind.
Sonstige Posten: Hinzu kommen schließlich geldähnliche Posten, die ebenfalls kurzfristig mobilisiert werden können, aber nicht nur bei Banken gehalten werden, sondern z. B. bei Bausparkassen und Geldmarktfonds.

Diese weiter gefasste Abgrenzung, die als M3 bezeichnet wird, steht im Zentrum der Geldmengenbeobachtung der EZB.

Weitere Informationen zur Geldmenge

Die Technik der Geldschöpfung

Wie gelangt nun aber das Geld eigentlich in den Kreislauf?

Es sind vor allem zwei Quellen, aus denen sich die insgesamt vorhandene Geldmenge speist:

Quelle 1:
Die Versorgung des Wirtschaftskreislaufs mit Bargeld übernimmt die Zentralbank. Die Deutsche Bundesbank stellt den Kreditinstituten Münzen und Banknoten zur Verfügung, die diese an diejenigen weiterleitet, die Bargeldbedarf haben.
Bargeld ist aber nur ein kleiner Teil des gesamten Geldumlaufs. Wegen des Vordringens der bargeldlosen Zahlungsvorgänge verliert es überdies ständig weiter an Bedeutung.

Quelle 2
ist daher viel entscheidender: Das Giralgeld.
Darauf entfällt der wesentlich größere Teil des Geldumlaufs. Als Giralgeld werden die Guthaben auf Giro-, Termin-, Sparkonten bezeichnet.

Giralgeld ist heute die vorherrschende Form zur Abwicklung von Zahlungsvorgängen; statt Barzahlung erfolgt hier die Zahlung von Konto zu Konto.

Das Besondere an dieser Form des Geldes ist, dass die Banken selbst es neu schaffen können - ohne vorher die Zentralbank um Genehmigung einholen zu müssen. Jeder neu vergebene Kredit stößt eine ganze Reihe von Zahlungsvorgängen an, mit denen immer neue wirtschaftliche Transaktionen finanziert werden können (= aktive Geldschöpfung).

Der Geldschöpfungsprozess läuft jedoch nicht ohne Begrenzung. Auf jeder zusätzlich angestoßenen Stufe des Geldschöpfungsprozesses wird ein Teil des neu geschöpften Geldes in bar umgetauscht. Die Banken haben dadurch Bedarf nach zusätzlichem Zentralbankgeld, das sie selbst nicht schaffen können.

Vor allem aber ist den Kreditinstituten vorgeschrieben,  einen Teil jeder Einlage als  Mindestreserve bei der Zentralbank zu halten. Jede Erhöhung der Einlagen führt daher zu einer steigenden Mindestreserve.  Vor allem dieses Instrument des geldpolitischen Instrumentariums ist es, das jeden neuen Kreditanstoß zu einem berechenbaren Ende führt.

Weitere Technische Einzelheiten zur Geldschöpfung und ihren Grenzen

Zusammenfassend gilt es daher festzuhalten, dass die Zentralbanken diesen Prozess der Geldvermehrung unter voller Kontrolle haben. Die Technik des Prozesses ist nicht das Problem.

2.    Die Rolle der Geldpolitik

Wenn die Technik des Prozesses nicht das Problem ist, dann gerät die Qualität der Wirtschafts- und Geldpolitik selbst in den Brennpunkt des Interesses.

Setzen wir noch einmal bei der Quantitätstheorie des Geldes an:
Milton Friedman ging davon aus, Inflation sei stets und überall ein monetäres Phänomen. Deshalb müsse der Geldmenge ein strenges Korsett angelegt werden. Würde die Geldmenge lediglich in einem Maße ausgeweitet, das dem angestrebten realen Wachstum der Produktion entspräche, könnte Inflation auf Null reduziert werden.

Hat dieses Konzept getragen, bzw. wieweit es von der Politik und dem Finanzsektor umgesetzt worden?

(a)  Schwankungen der Inflation

Die empirischen Daten zeigen ein erhellendes Bild.

Tatsächlich sind historisch, wie die folgende Grafik zeigt, immer Schwankungen aufgetreten. Von 1900 an jedoch nehmen die Ausschläge deutlich zu.

Grafik

US und UK Inflationszyklen (Konsumgüter)


Quelle: Deutsche Bank Research                                                                      MakroAnalyst
 

 

Grob zusammengefasst wäre dann für das letzte Jahrhundert das folgende Ablaufmuster zu identifizieren:

Der I. Weltkrieg löst die erste große Inflationswelle aus:
der II. Weltkrieg löst die zweite aus;
der Vietnamkrieg sowie die Kriege im Mittleren Osten führen zur dritten Welle (Ölpreis 1973 - Yom Kippur).

Die großen Kriege verursachten eine Übernutzung des realen Produktionsapparates sowie außerordentliche soziale Folgelasten.
Diesen exogenen Schocks ist in diesen drei Inflationswellen mit unterschiedlichen Handlungskonzepten entgegengetreten worden, die aber zwei Gemeinsamkeiten aufwiesen:
(Keynesianisches) "deficit spending" gehörte immer dazu.
Die Geldpolitik war zuletzt immer gezwungen, diese exogen ausgelöste Lastenspirale monetär aufzufangen.

So gesehen, ist die folgende Grafik im formalen Sinne richtig. In der Tat kann man schlussfolgern:  "Over the long term, the most important driver of inflation has been money growth" (DB-Research).

Grafik:

Veränderung der US Geldmenge und Inflationszyklen

 

Quelle:  DB Research                                                                                                        MacroAnalyst

 

Tatsächlich jedoch war die Geldpolitik nicht in dem Maße autonom, wie es diese Grafik suggeriert, sondern sie war zuletzt immer gezwungen, auf exogene Schocks zu reagieren.

Das sollte sich mit dem Aufkommen des Monetarismus erst einmal ändern.

Mit dem Durchbruch des Monetarismus kam Paul Volcker 1979 an die Spitze der Federal Reserve Bank. Er schränkte das exzessive Geldangebot rigide ein und, als wichtigstes  Ergebnis des Siegeszugs dieser neuen Politikschule, sind seitdem die Inflationsraten in der Tat über zweieinhalb Jahrzehnte hinweg zurück gegangen (disinflation).

Vordergründig erscheint die Disinflation als ein großer Sieg der Theorie Milton Friedmans. Tatsächlich aber ist deren Begräbnis bereits erfolgt.
Zwei Ereignisse zählen in diesem Zusammenhang:

Das ist erstens die überraschende Erscheinung, dass in Japan von Beginn der 90er Jahre an statt der geordneten und gewollten Disinflation eine alarmierende und ungewollte Deflation auftrat, die durchaus ein ähnliches Muster wie die nach dem Börsenkrach von 1929 hatte.

Advanced Financial Capital hatte diese Fehlentwicklung veranlasst, schon in der zweiten Hälfte der 90er Jahre eine wachsende Anzahl von Autoren die Optimalität einer 'zero inflation' in Frage stellen lassen.

"An increasing number of authors pointed to the lower bound on nominal interest rates, the grease effect of inflation in the case of downwardly rigid nominal wages and uncertainties inherent in price measurement to recommend that central banks target a low positive rate of inflation" (DB-Research, April 2004)

Das zweite Ereignis war der Börseneinbruch ab März 2000, der in den USA die Deflationsängste noch verstärkte. Erneut gewinnt nun in der US-Politik die scheinbar längst überholte Auffassung an Boden, eine Re-Aktivierung von  Fiskal- und Geldpolitik habe dem Deflationsrisiko entgegen zu treten. Die Regierung Bush hat den Bundeshaushalt (ohne Salden des umlagefinanzierten Rentensystems gerechnet) innerhalb kürzester Zeit aus dem Überschussbereich in ein tiefrotes Minus gedreht.  Im laufenden Jahr 2004 rechnet J. Bolten, Haushaltsdirektor des Weißen Hauses, mit einem Defizit von ca. 600 Mrd. Dollar. Mit dieser Kreditfinanzierung ist ein riesiges Ausgabenprogramm angeschoben worden - als wäre Keynes wieder auferstanden..

(Vergleicht man diese wissenschaftstheoretische Entwicklung ab 1990 mit der in den 30er Jahren, so muss erwartet werden, dass Advanced Financial Capital bereits auf der Suche nach einem neuen Wissenschaftsstar ist, der eine Linie irgendwo zwischen Keynes und Friedman wissenschaftlich begründen wird).

Immer öfter wird nun die Frage aufgeworfen, ob mit dem langen Rückgang der Inflationsraten die Talsohle erreicht ist?

Eine ganz Reihe von Finanzanalysten sehen uns an einem Wendepunkt. Eine lesenswerte Arbeit (DB Research, 8. 4. 2004) bringt es auf die griffige Formel:
"Inflation is dead! Long live inflation!".

Es wird darauf hingewiesen, dass die Phase der Disinflation nun etwa 25 Jahre gedauert hat, ziemlich nahe an der halben Lebensdauer der langen Inflationszyklen. Damit steigt - ähnlich wie in den letzten 225 Jahren - das Risiko des Starts eines neuen Zyklus.

Vor allem aber wird die Schaffung exzessiver Liquidität in den letzten Jahren herangezogen.
MacroAnalyst wird diesen Aspekt im Abschnitt V "asset price inflation"  wieder aufgreifen.

(b)   Trend der Inflation

Zurück zur oben gezeigten Grafik 'US und UK Inflationszyklen': Sie stellt die Entwicklung der Preisentwicklung für Konsumgüter dar.
Um es genauer auszudrücken: Mit "Inflation" ist natürlich nicht nur dieser engere Preisausschnitt gemeint. Volks- und weltwirtschaftlich geht es nicht nur um die Preise für Konsumgüter. Es geht vielmehr um das allgemeine Preisniveau, also den Durchschnitt aller Preise.

Über die ersten 150 Jahre hinweg schwankt dieser Index kurzzyklisch, oszilliert jedoch im wesentlichen immer um die X-Achse.

Dies ändert sich im 20. Jahrhundert. Nun werden die Ausschläge größer und - wichtiger für unsere Analyse - es beginnt sich ein Trend zu entwickeln.

Grafik: 

Inflationstrend
US und UK Inflationszyklen   (Consumer price)

Quellen: DB-Research;      Trend nach MacroAnalyst

 

 

Die Inflationsraten sind über 100 Jahre hinweg trendmäßig angestiegen. Der Trend ist nach oben gerichtet.

Das Wachstum der Geldmenge hat langfristig also oberhalb der Expansion der realen Gesamtproduktion gelegen. Tendenziell ist also mehr Geld von den Zentralbanken in den Kreislauf eingespeist worden, als zur Finanzierung des Wachstums der realen Weltproduktion benötigt wurde.  Eine schleichende Überversorgung der Geld- und Kapitalmärkte.   

Die strengen Regeln Milton Friedmans sollen dies ändern. Ob dies gelingen kann?

Die historische Analyse scheint zu zeigen, dass eine inflations-kontrollierende Geldmengensteuerung allenfalls für wirtschaftliche Szenarien des Normalfalls unter Abwesenheit von exogenen Schocks politisch durchsetzbar ist.

Über die letzten 100 Jahre hinweg gesehen waren es aber genau diese exogenen Schocks, die so spürbare Inflationsschübe ausgelöst haben, dass insgesamt ein steigender Inflationstrend zu messen ist..

Auch das Friedman-Konzept einer strengen Geldmengensteuerung - obwohl zwei Jahrzehnte lang global breite Unterstützung findend - scheint den Crash der New Economy von 2000 nicht zu überleben.

Dies mag auch daran liegen, dass dieses Konzept in der Theorie zwar auf den Durchschnitt der Inflationsentwicklung weltweit abhebt, in der Praxis jedoch zu stark auf die US-amerikanische Entwicklung fixiert ist.

Die weltweiten Inflationszyklen schwanken aber so stark um den Durchschnitt, dass sich Disinflation in großen Industrieländern noch vollzieht, während die zweitgrößte Volkswirtschaft (Japan) bereits eine Deflation hinnehmen muss. Dieser nun wiederum kommt bei der heutigen Verzahnung der Volkswirtschaften eine so große Ansteckungsgefahr zu,  dass auch die anderen Länder den angestrebten Geldmengenkurs nicht mehr aufrechterhalten können.

 Bevor die Ausbreitung der Krankheit jedoch wirksam werden kann, wird eher eine Flutung der Geld- und Kapitalmärkte in Gang gesetzt.

Im Ergebnis entscheidend für unsere Analyse ist nun, dass dieser Inflationstrend den Finanzsektor begünstigt. Gewiss hat auch dieser kein Interesse an einer galoppierenden Inflation. Diese kann zu unkontrollierbaren politischen Entwicklungen führen, die das Gesamtsystem in Frage stellen. Deutschland nach 1933 wird immer Warnung bleiben.

Aus einer schleichenden Überversorgung der Geld- und Kapitalmärkte jedoch kann der Finanzsektor durchaus Nutzen ziehen.

Im Geldkreislauf nämlich nimmt das Geld seinen Weg von der Zentralbank zu den Geld- und Kreditinstituten.

Von dort gelangt es zu den Geldverbrauchern, den Unternehmen, den privaten Haushalten, den staatlichen Stellen. Diese finanzieren damit ihre Ausgaben.

Über die ausführenden Einheiten, die Fabriken, Handwerker Geschäfte, Händler, Dienstleister gelangt das Geld wieder zurück zu den Geld- und Kreditinstituten. Diese wiederum zahlen es auf die Konten der Zentralbank ein. Der Geldkreislauf ist geschlossen.

In diesem Kreislauf wechselt das Geld immer wieder die Konten der Banken. So gut wie jede dieser Stationen ist eine Bankgebühren-Collect-Station. Eine ständige Aufblähung des Geldvolumens über eine säkulare Inflation bedeutet ja die Zirkulation eines ständig höheren Geldvolumens. Dies erzeugt ebenfalls aufgeblähte Gebühren auf Kontenbewegungen. Von jeder Steigerung der Umschlagsgeschwindigkeit des Geldes, von der Liquidisierung des Gesamtsystems profitiert der Finanzsektor. 

"Die Globalisierung geht mit einer komplexen Vernetzung der Märkte ... einher. Moderne Finanzinstrumente werden zum Risikotransfer innerhalb des Bankensystems und aus dem Bankensystem heraus eingesetzt. Im Zuge dieser finanziellen Integration sind Bestände und Umsätze an den Finanzmärkten wesentlich schneller gewachsen als in der Realwirtschaft" (Jürgen Stark, Vizepräsident der Bundesbank "Spielregeln für die Stabilität"; FAZ, 24. Juli 2004).

Konto 4:

Heutige Position
(mit Berücksichtigung des monetären Wachstums)

Rufen wir uns noch einmal das Konto 3 aus dem Ausgangspunkt "Wachstum des Weltvermögens" in Erinnerung, so ist nun der Unterschied zum bloß operativen Wachstum zu erkennen.  Vom Zeitpunkt   t1  nach  t2  ist das Realvermögen (110) nicht nur um den operativen Zuwachs (90) gestiegen, sondern es kommt noch ein Bewertungszuwachs (100) hinzu. Zu laufenden Preisen gerechnet steigt das Nettovermögen damit auf insgesamt 300.


Den gesamten Bewertungszuwachs vereinnahmt natürlich nicht nur der Finanzsektor. Aber dieser ist schon vom langfristigen Inflationstrend schleichend begünstigt.

Hinzu tritt nun die dynamische Haltung der Finanzakteure, die diesen Rahmen - Liberalisierung und Inflation - entschieden nutzen.

 

Weiter mit Wachstumsfaktor-3:   Die Dynamik der Finanzakteure